Den Unterschied machen 1

Perspektivwechsel für Arbeit, Gesundheit und Glauben

Zum Jahresstart: Beginne von vorne!

Am Anfang des Jahres steht ein Feiertag. Das kennen wir, das haben wir gerade hinter uns und vielleicht hast du ja zum Jahresbeginn einen neuen Kalender eingerichtet oder schon mal eine gewisse Jahresplanung vollzogen. Hier ist eine neue Idee: Lasst uns mal die Sichtweise auf unsere Kalender wechseln, in Gedanken einen U-Turn zur Zeitrechnung vollziehen, nur mal so als Gedankenspiel! Erster Schritt: An den Anfang jeder Woche setzen wir den Sonntag statt den Montag und beginnen die Woche mit dem Ruhetag (so zählte noch bis 1976 in Deutschland der Kalender!). Es geht aber noch weiter: Als Anfang des Tages nehmen wir den Abend und das, was wir Tag nennen, geht bis zum nächsten Abend statt von Morgen zu Morgen (so versteht es seit Jahrtausenden das jüdische Volk, angelehnt an den biblischen Schöpfungsbericht). Es lohnt sich, hier kurz innezuhalten und den Gedanken erstmal bis zum Ende zu denken.

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Okay, was ist der Sinn eines solchen Experimentes, wofür könnte es sich lohnen? An all den oben genannten Anfängen (Feiertag, Sonntag, Abend) geschieht Ähnliches: wir kommen zur Ruhe vom Tagesgeschäft, wir treten in Beziehung zu den Allernächsten aus Familie und Freundeskreis um zu reden und zu feiern. Dann schlafen wir. Punkt. Und erst nach all diesen schöpferischen Momenten der Ruhe, der Beziehung, des Feierns und des Schlafens wenden wir uns unserem Tagesgeschäft zu. All unsere Arbeit, unsere kreativen Aktionen, jedwede Produktion im weitesten Sinn ist dann Ergebnis der Ruhe. Oder anders gesagt: das Leben entsteht aus der Beziehung. Aus der Beziehung zum Schöpfer, zu den Nächsten und zu sich selbst.

Wenn wir ganz genau hinschauen und den Ursprung der Dinge fokussieren, die uns in Arbeit und Familienleben wirklich Spaß machen, die uns inspirieren, die unsere Entwicklung vorwärtstreiben und uns beflügeln, dann stellen wir fest: Eigentlich ist das schon immer so! Gute Ideen entstehen oft beim Nichtstun, in künstlerischen Pausen, in mancherlei Erleichterungsmomenten und häufig im zweckfreien Gespräch unter Freunden und Kollegen. Das bestätigen Erfinder, Künstler, Verantwortungsträger aller Lebensbereiche. Und dann muss irgendwann doch endlich mal gearbeitet werden… ja, Gott sei Dank, nach all der sinnvollen Hinwendung zum Wesentlichen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang ist der Tag bis zum nächsten Sonnenuntergang immer noch lang genug, um die Dinge effektiv und praktisch umzusetzen! Dann fallen Entscheidungen, es wird die Agenda entwickelt, Aufgaben verteilt und es wird mit Lust abgearbeitet, was tatsächlich abzuarbeiten ist: Das Nötige nämlich. Das ist dann kein sinnentleertes Agieren mehr (schon mal drauf geachtet, wieviel unnötige Arbeit geleistet wird?), sondern sinnerfülltes, motiviertes Handeln.

Was sich hier wie ein romantisches Ideal anhört, ist das eigentliche Wesen der Dinge, die Rückkehr zur Schöpfungsordnung. Sie ist realisierbar und Menschen sowie ganze Unternehmen, die sich auf diesen Weg einlassen, bezeugen herausragende Steigerungen von Lebens- und Arbeitsqualität. Am Ende dieses Artikels steht deshalb noch einmal die Aufforderung der Überschrift: Beginne von vorne! Gerne indem Du den Artikel noch einmal von vorne liest, noch besser aber mit Umdenken und umgekehrtem Handeln, indem du das an den Anfang setzt, was wirklich nach vorne gehört!

Was das für dich, für Unternehmen, ja, für unsere ganze Kultur bedeutet… dafür gibt es bald Fortsetzungen in diesem Blog. In den nächsten Monaten, voraussichtlich im 14tägigen Rhythmus, gebe ich weitere Impulse, konkrete Fallbeispiele und praktische Umsetzungsideen für Arbeit, Gesundheit und Glauben weiter. Sie erscheinen in meinem Blog (http://www.blog.ralfelsner.de/) und in der Huffington Post und wer möchte, bekommt sie direkt als PDF über den Emailverteiler (bitte melden unter kontakt@ralfelsner.de).